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Konferenzen >> Perm September 1996 Konferenz "Museum und Publikum" - Perm 20.-21. September 1996
Die Konferenz thematisierte vor diesem Hintergrund zum einen die Rolle des Museums in einer sich völlig neu formierenden städtischen und regionalen Öffentlichkeit, zum anderen die Möglichkeiten einer Neugestaltung kultureller Einrichtungen als Orte der Befreiung der Wahrnehmung und der Lust am Schauen. Resumée Die Konferenz erreichte in beeindruckender Weise die beabsichtigte Konfrontation unterschiedlicher Erwartungshaltungen. Vor allem standen sich - auch innerhalb des russischen Teilnehmerkreises - Vorstellungen einer postsozialistischen direktiven Museumspädagogik nach dem Muster der deutschen Reformpädagogik der Jahrhundertwende (Kerschensteiner u.a.) und die Öffnung zu ästhetischen und didaktischen Experimenten gegenüber. Die Konferenz konnte insofern in einen beginnenden Meinungsbildungsprozeß der russischen Museologie ergänzend und reflektierend eingreifen. Gleichzeitig wurde damit von der deutschen Seite ein bislang unbekannter Aspekt der gesamteuropäischen Diskussion um die Präsentation des kulturellen Erbes rezipiert. Deutlich empfunden wurde bereits während der Konferenz die noch fehlende Möglichkeit, die aufgeworfenen Fragen in einer dauerhaften deutsch-russischen Kooperation auch praktisch umzusetzen und in ihrer konzeptionellen Konsequenz zu erproben. Mit der größeren Öffnung aller Einrichtungen gegenüber zeitgenössischen Einflüssen hatte sich auch der Stellenwert bilateraler Konferenzen spürbar gewandelt. Aus einem Forum erster Kontakte nur Verständigung und Netzwerkbildung war zunehmend eine Plattform des Informationsaustausch geworden, die nach weiteren Ebenen der Zusammenarbeit verlangt. Konferenzen >> Perm September 1996 |
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