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Konferenzen >> Nizhni Novgorod 1995 - Programm >> Beitrag B. Alms Konferenz "Zentrum und Peripherie". Nizhni Novgorod 18.-21. September 1995
Moderne Kunst in einem städtischen Kunstmuseum (Abstract) Barbara Alms, Direktorin der Städtischen Galerie Delmenhorst Aufgabe der Städtischen Galerie Delmenhorst ist es, die Kunst des 20. Jahrhunderts in wechselnden Ausstellungen zu zeigen und zu vermitteln. Während die Moderne der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts inzwischen kanonisiert ist und beim gebildeten Publikum in Deutschland hohe Anerkennung genießt, zeigen sich bei der Rezeption der Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und insbesondere der zeitgenössischen Kunst junger Künstler einige Schwierigkeiten. Dabei setzt sich nur fort, was die europäische Moderne von Anfang an kennzeichnet: der Anspruch, eine zeitgemäße künstlerische Sprache zu finden und den gesellschaftlichen Umwälzungen Rechnung zu tragen. Die moderne Kunst ist durch ständige Innovation und durch den Bruch mit den Normen geprägt. Auch Rückgriffe formulieren sich mit den Anspruch des Neuen. Andererseits bezieht sich jedes Neue auf verlorene Traditionen oder auf ein peripheres Bilderreservoir. Gegenwärtig gibt es gesellschaftlich in Deutschland eine Akzeptanz von moderner Kunst, die aber mit Unverständnis und Gleichgültigkeit Hand in Hand gehen kann. Die Präsentation aktueller Kunst hat sich seit den späten 60er Jahren in den kulturellen Zentren in einem differenzierten Netz von Galerien, Kunstvereinen, Messen und Museen institutionalisiert und findet ein - allerdings kleines - Publikum. Kunsteinrichtungen wie in Delmenhorst dagegen stehen in der Spannung zwischen zentraler Kunst- und Kulturgeschichte und regional geprägter Produktion und Rezeption. Hier entstehen Konflikte. Die Arbeit der Städtischen Galerie Delmenhorst hat zwei Ziele: das Leben und das Überleben der Kunst zu sichern. Wechselnde Ausstellungen vermitteln die Tradition und die aktuelle Kunst im Wechsel. Forschung und Wissenschaft erschließen die regionale Kunstgeschichte und machen Beiträge zur Kunstgeschichte. Eine Sammlung der qualitätvollen regionalen Kunst wird aufgebaut. Eine umfangreiche Vermittlungsarbeit (Pressearbeit, Kataloge, Vorträge, Künstlergespräche, Führungen, Zusammenarbeit mit den Schulen, Sommerfeste, Kunstreisen, Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und mit wichtigen lokalen Gruppierungen) führt das Publikum an die Kunst heran. Konferenzen >> Nizhni Novgorod 1995 - Programm >> Beitrag B. Alms |
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