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Newsroom >> Pressemitteilungen >> Kulturmarketing... Pressemitteilungen Kulturmarketing mit dem Museumsdorf Cloppenburg im russischen SaratowKarl-Heinz Ziessow
Für Kenner der deutsch-russischen Geschichte ruft die Stadt Saratow Erinnerungen an die legendäre Siedlungspolitik der russischen Zarin Katharina II. wach. Im Dezember 1762 lud die Zarin Ausländer ganz Europas ein, sich an den Grenzen des Russischen Reiches niederzulassen. Dem überaus größten Teil der 30.000 Siedler, von denen die viele aus Hessen stammten, wurde Land in Kolonien in der Umgebung von Saratow zugewiesen. Probleme mit völlig anderen klimatischen Bedingungen und zahlreiche Überfälle durch benachbarte Völker beherrschten die Anfänge dieser "Wolgadeutschen". Erst um 1850 konnte man dort von einem bescheidenen Wohlstand sprechen. Einige Gebäude im Stadtgebiet von Saratow erinnern noch heute an diese Zeit vor der Russischen Revolution. Die Gründung einer Autonomen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen 1926 bot allerdings keinen Schutz gegen die Welle der Enteignungen und Zwangskollektivierung, die viele der Landbesitzer in die Flucht und Emigration trieb. Geradezu traumatische Erinnerungen verbinden sich dann mit der Zeit nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Jahre 1941. Die gesamte noch an der Wolga verbliebene deutschstämmige Bevölkerung wurde deportiert und nach Kasachstan oder Westsibirien umgesiedelt, wo sich bis zu den Aussiedlungswellen unserer Tage dann die größten Siedlungsgebiete der Russlanddeutschen befanden. 01.11.1999 Newsroom >> Pressemitteilungen >> Kulturmarketing... |
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