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Bundespräsident würdigt Russland-Partnerschaft
Museumsdorf Cloppenburg mit Ehrenurkunde ausgezeichnet

Karl-Heinz Ziessow

Ehrenurkunde

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Im Beisein des Bundespräsidenten Johannes Rau wurden in Schloss Bellevue die diesjährigen Förderpreise für Partnerschaftsprojekte mit Russland durch das Deutsch-Russische Forum vergeben. Aus der Hand von Alexandra Gräfin Lambsdorff empfing neben anderen Initiativen aus ganz Deutschland auch das Museumsdorf Cloppenburg eine Ehrenurkunde für zehn Jahre erfolgreiche Arbeit im Kulturaustausch zwischen Niedersachsen und Russland.

Das Deutsch-Russische Forum wurde 1993 als Verein mit dem Ziel gegründet, die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland zu fördern. Das Tätigkeitsspektrum des Deutsch-Russischen Forums reicht von der Förderung von Nachwuchsjournalisten über Konferenzen zur regionalen Wirtschaftsentwicklung bis hin zur Vermittlung von Städtepartnerschaften. Die jüngste der hier beheimateten Initiativen ist der "Petersburger Dialog", der im vorigen Jahr durch Bundeskanzler Schröder und den russischen Staatspräsidenten Putin ins Leben gerufen wurde.

Das Museumsdorf Cloppenburg begann seine Arbeit für den bilateralen Kulturaustausch 1992 nach dem Abschluss eines Kulturabkommens zwischen Russland und Niedersachsen mit der Präsentation von Ausstellungen zur Kunst und Kulturgeschichte in beiden Ländern. In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Moskau fanden regelmäßig Seminare und workshops zur Fortbildung in Museumsfragen in zahlreichen Regionen Russlands statt. Zur Zeit konzentriert sich die Arbeit des Museumsdorfes für den Kulturaustausch auf die Erarbeitung beispielhafter Ausstellungsprojekte in beiden Ländern und auf die Vernetzung der museologischen Diskussion über das Internet.

Dass dabei der Horizont dieser Ost-West-Beziehungen inzwischen weit über Russland hinausreicht, zeigt das jüngste Projekt, dessen Ergebnisse am 24. März im Museumsdorf präsentiert werden. Darin geht es um den langen Weg des Papiers von China nach Arabien, der vor 1250 Jahren in Samarkand seinen Anfang nahm. Der Hannoveraner Künstler Wolfgang Tiemann hat zu diesem bedeutenden Jubiläum der Mediengeschichte zwanzig monumentale Radierungen von fünf Metern Höhe gedruckt, die zur Zeit auf dem Weg nach Samarkand sind und dort weiter bearbeitet werden. Nach ihrer Rückkehr werden sie über Ostern im Museumsdorf zu sehen sein, bevor sie in einer dreimonatigen Ausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim präsentiert werden.

10.03.2002

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