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Paris, Wien, Berlin: Diese drei Städte stehen gewöhnlich für die Geburt der Moderne in Europa. In dieser Reihe fehlt eine vierte Stadt, die vergessen wurde, weil sie viele Jahrzehnte außerhalb der westeuropäschen Wahrnehmung lag: Sankt-Petersburg. Doch auch dort kam es zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem großen Aufbruch, als die Stadt mit dem Beginn der Industrialisierung vor völlig neuen Herausforderungen stand. Alles geriet in Bewegung: In den Zirkeln der Intelligencija dachten sich Utopisten und Visionäre ein neues Rußland aus, die Literaten, Theaterregisseure und Musiker suchten nach einem neuen Ausdruck für die neue Zeit. Unternehmer und Bankiers verknüpften Sankt-Petersburg mit der europäischen Ökonomie, große städtebauliche Projekte sollten die Stadt auf das 20. Jahrhundert vorbereiten. Krieg und Revolution setzten dem Aufbruch ein jähes Ende. Von dieser Zeit, als Petersburg ein Laboratorium der Moderne war, erzählt das 1988 zum erstenmal erschienene Buch, das zum Jubiläum der Stadt in einer Neuauflage vorliegt.
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